Gnadenthal

ehemaliges Zisterzienserinnen-Kloster Gnadenthal

Ein altes Kloster erwacht zu neuem Leben…

Gnadenthal ist ein ehemaliges Zisterzienserinnen-Kloster mit wechselhafter Geschichte. Das kleine Dorf im Taunus beherbergt heute das Zentrum der Jesus-Bruderschaft. Etwa 80 Menschen leben und arbeiten hier in verschiedenen Betrieben und bei der Betreuung unserer Gäste.

Geschichte der Ortsentwicklung …

  • 1235

    Gründung des Zisterzienserinnen-Konvents Gnadenthal.

  • 1564

    Diezer Vertrag – Aufteilung der Grafschaft Diez zwischen Bistum Trier und den Grafen von Nassau; Gnadenthal kommt zu Nassau.

  • 1567

    Übernahme der evangelischen Lehre und Ausscheiden aus dem Zisterzienserorden.

  • 1634

    Starke Verwüstung und Entvölkerung durch den Dreißigjährigen Krieg. Das Leben im Kloster wird beendet. Es beginnt die Nutzung als staatliches Hofgut.

  • 1936

    Aufteilung des Hofgutes in acht Landwirtschaftsbetriebe und zwei Landarbeiterstellen. Das Hofgut wird Dorf.

  • 1969

    Erwerb eines Teils der ehemaligen Klosteranlage durch die Jesus-Bruderschaft. Neubau von Gemeinschaftshäusern auf der anderen Talseite.

  • 1984

    Wiederaufbau der alten Klosteranlage mit Kirche, Klosterhof und Äbtissinnenhaus. Entstehung verschiedener Betriebe wie Rosskopf & Partner, Präsenz Kunst & Buch, Landwirtschaft. Die Aufmerksamkeit weitet sich auf das ganze Tal aus, da viel Land zur Verfügung steht und bearbeitet werden will. Das Dorfleben wird wieder geprägt durch Gottesdienst und Stundengebet.

  • 1993

    Verleihung des Hessischen Denkmalschutzpreises für die Wiederbelebung von Dorf und Kloster Gnadenthal. Die Landwirtschaft wird dem Bioland-Verband angeschlossen und wirtschaftet nach dessen Richtlinien.

  • 1998

    Verleihung des Umweltpreises durch den Landkreis Limburg-Weilburg.

  • 2008

    Verleihung des Umweltpreises des BUND „Süße Orange“.

  • 2009

    Verleihung der weiß-blauen Raute für Schutzwürdiges Kulturgut gemäß der Haager Konvention für das ehemalige Zisterzienserinnenkloster mit Klosterkirche und Äbtissinnenhaus.

Architektur/Kulturlandschaft

Gnadenthal hat eine verkehrsgünstige Lage zwischen Limburg und Frankfurt. Im Mittelalter hieß der Hauptverkehrsweg »Gewürzweg« und verlief von Frankfurt nach Köln, heute ist es die A3. Von der Geschwindigkeit der Autobahn ist in Gnadenthal nichts zu spüren. Der Wald auf den Höhen bildet einen natürlichen Schutzwall im Osten gegen Lärm und im Westen gegen allzu scharfen Wind. Das Tal ist geprägt von Feldern und Streuobstwiesen.

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Architektur/Kulturlandschaft

Geschichte der Jesus-Bruderschaft …

  • 1961

    Im Jahr des Mauerbaus in Berlin beginnen zwei zölibatäre Brüder das gemeinsame Leben in Ostfriesland.

  • 1964

    Gründung der Schwesterngemeinschaft in Ludwigshafen. Gründung des eingetragenen Vereins „Jesus-Bruderschaft e.V.“ vor dem Amtsgericht in Ludwigshafen.

  • 1968/1969

    Beginn des Familienzweiges.

  • 1969

    Kauf des Welsch-Hofes (= hintere Klosterhälfte) in Gnadenthal/Taunus (Hessen).

  • 1972

    Eine Gemeinschaft alleinstehender Frauen entsteht im benachbarten Bad Camberg. Zahlreiche Außenstationen im In- und Ausland werden gegründet. Es bestehen heute noch Latrun/Israel seit 1973 und Makak/Kamerun seit 1974.

  • 1973

    Eröffnung „Haus der Stille“.

  • 1984

    Kauf des Nehemia-Hofes und der vorderen Klosterhälfte. Renovation von Klosterkirche (bis dahin Kuhstall) und Äbtissinnenhaus. Aufbau einer brüderlichen Dorfgemeinschaft. Wiederherstellung eines klösterlichen Ambientes, des Dorfbildes. Beginn der ökologisch geführten Landwirtschaft.

  • 1986

    Eröffnung der Jugend- und Familienbegegnungsstätte „Nehemia-Hof“.

  • 1991

    Öffnung der Mauer 1989 – Das Werk- und Studienzentrum Hennersdorf wird aufgebaut bei Chemnitz (Sachsen).

  • 1993

    Beginn des Wiederaufbaus von Kloster Volkenroda (Thüringen).

  • 2005

    Die Niederlassung in Volkenroda wird wirtschaftlich und juristisch selbstständig.

  • 2007

    Neustrukturierung des Vereins in Gnadenthal.

  • 2009

    Weggemeinschaft der Jesus-Bruderschaft – eine neue Form der Zugehörigkeit zur Kommunität beginnt mit 21 Deutschen und 15 Kamerunern.

Unser Arbeit ist nur möglich, weil es Sie gibt, unsere Freundinnen und Freunde!

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Aktuell

Baustellen, Themen und Pläne

  • 8015: Akustikanlage Klosterkirche
  • 8125: Renovierung im Haus der Stille

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