Portrait:

Larissa Flören

Der Ort Gnadenthal ist mir schon ziemlich lange ein Begriff. Zum einem komme ich aus einer Gemeinde keine 20 Autofahrminuten davon entfernt. Zum anderem war ich bereits während meiner Schulzeit dort auf Freizeiten vom Naturschutzbund Waldems aus. Ich kann mich noch recht deutlich an den Stalldienst bei den Kühen, das Herumtollen im Wörsbach und die Landwirtschaftsolympiade erinnern.

Larissa Flören Als mir in meinem letzten Schuljahr klar wurde, dass ich gerne ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) anschließen möchte, kam mir dieser schöne Ort mit den Erinnerungen an den Stall, den Nehemia-Hof und die Klosterkirche wieder in den Sinn. Ich habe mich daraufhin informiert, beworben und konnte grandioserweise im August 2010 mit fünf weiteren jungen Menschen in das Freiwillige Jahr starten. Meine Arbeitsbereiche in diesem Jahr lagen vor allem in der Umweltbildung und der Landwirtschaft.

Dieses Jahr war in vielerlei Hinsicht sehr prägend für mich: Es sind enge Freundschaften entstanden, und ich bin in meinem Glauben gestärkt worden, aber vor allem habe ich meine Liebe zur Landwirtschaft entdeckt.

Nach Ende meines FÖJs fiel die Entscheidung daher auf eine landwirtschaftliche Ausbildung, die ich in der Landwirtschaft in Gnadenthal absolvieren konnte. Dadurch habe ich die darauffolgenden zwei Jahre auch dort gewohnt.

Durch diese sehr eindrücklichen und lehrreichen drei Jahre haben Gnadenthal und die Jesus-Bruderschaft einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben eingenommen. Die Leute, die Gastfreundschaft, das Geschätzt-Werden, der Ort an sich und die Landwirtschaft machen aus diesem kleinen Dörfchen ein Geschenk für mich!

Als sich 2013 eine Gruppe junger Erwachsener zu einer Gruppe, der Gnadenthaler Jugendgemeinschaft (GJG), zusammenschloss, um ihrer Verbindung zu Gnadenthal und der Jesus-Bruderschaft Ausdruck zu verleihen, war es mir daher ein großes Anliegen, dabei zu sein. Seit 2015 vertrete ich die GJG in der Delegiertenversammlung der Jesus-Bruderschaft, wo die noch junge Gruppe einen Sitz erhalten hat. Mir bereitet dieses Amt große Freude, da ich dadurch die Jesus-Bruderschaft nochmal von einer anderen Seite kennenlerne und die dort erfahrenen Informationen an die GJG weiterleiten darf.

Auch wenn ich nun schon seit ein paar Jahren nicht mehr in Gnadenthal wohne, finden sich doch immer wieder ausreichend Anlässe, um wieder zu kommen: Sei es zum Beispiel zum Adventsmarkt oder zur Delegiertenversammlung oder um Leute zu treffen oder einfach nur die Gnadenthaler Luft zu atmen oder in der Landwirtschaft mal wieder mitzuarbeiten, was einen wunderbaren Ausgleich zu meinem Studium schafft.


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