Portrait:

Elisabeth und Matthias Scholtz

Seit 2000 leben wir, Matthias und Elisabeth, mit unseren Kindern Henriette (22), Jakob (20) und Theresa (18) in Gnadenthal. Alles beginnt mit der Sehnsucht (Nelly Sachs) und so war es auch bei uns. 1999, seit 7 Jahren in Herrnhut lebend, kamen immer wieder Gedanken und Fragen in uns hoch. Wie bringen wir unseren Glauben im Alltag mit Arbeit, Familie, Gemeinde und sonstigen Aufgaben zusammen? Wie wäre es, wenn wir das alles zusammen in einer Gemeinschaft leben könnten?

Die Jesus-Bruderschaft kannten wir zwar nur sporadisch. Aber das Zusammenleben von Christen aus unterschiedlichen Konfessionen, das Zusammenspiel von Gebet und Arbeit, das Miteinander von zölibatär lebenden Geschwistern und Familien haben uns beeindruckt und angezogen.

Elisabeth und Matthias Scholtz

Unsere Kinder Henriette (22), Jakob (20) und Theresa (18)

Matthias hat, ganz in der Anfangszeit unseres Kennenlernens 1991, für ein paar Wochen in Gnadenthal im Brüderhaus gelebt. Meinen (Elisabeths) ersten Brief an ihn habe ich ans Brüderhaus in Gnadenthal adressiert – damals noch weit davon entfernt zu ahnen, dass wir neun Jahre später als Familie hier ankommen würden, um in die Gemeinschaft hineinzuwachsen. Matthias schrieb damals in einem Brief an mich: „…Hier in Gnadenthal fühle ich mich sehr, sehr wohl, äußerlich und überhaupt. Ich wohne im Brüderhaus und bin mit hineingenommen in das gemeinsame Leben. Ein solch verbindliches gemeinsames Leben ist etwas Wunderbares, wenn auch oftmals gar nicht so einfach. Ich glaube, dass diese Zeit sehr wichtig für mich ist. …“

Von Herrnhut aus fuhren wir immer wieder einmal nach Hennersdorf, und wir bekamen in Herrnhut Besuch aus Gnadenthal. Es gab Gespräche und Begegnungen und dann auf unser Fragen hin die Einladung: Wenn ihr wirklich das gemeinsame Leben kennenlernen wollt, dann kommt doch mal für ein Jahr nach Gnadenthal. Mit drei kleinen Kindern war das keine einfache Entscheidung. Doch als wir beide unser „Ja“ gefunden hatten, empfanden wir große Freude und Frieden. Wir wussten nicht, ob längerfristig unsere Finanzierung möglich ist, wie es beruflich weitergeht, wir kannten nur wenige der Familien flüchtig, aber wir spürten, dass Gott diesen Weg für uns bereitet hat. „Wenn wir Gott vertrauen, ehren wir ihn!“ Das war ein wichtiger Satz, der uns bewegt hat.

So kam auf unsere Umzugsanzeige auch der Liedvers von Klaus-Peter Hertsch:

Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit.
Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,
der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.

Und jetzt nach vielen Jahren in Gnadenthal … ?

Natürlich gab es Höhen und Tiefen, sogar handfeste Krisen, für uns persönlich und als ganze Gemeinschaft. Bei unserer Bitte um endgültige Aufnahme in die Gemeinschaft im Jahr 2006 haben wir formuliert: „Wir verstehen diesen Schritt als eine Antwort auf die Liebe Jesu.“ Und das ist es auch, was uns trägt und woran wir festhalten. Die Liebe Jesu zu jedem Einzelnen und zu uns als Gemeinschaft. Das wird uns im Abendmahl vor Augen geführt, welches wir in Gnadenthal fast jeden Tag feiern. „Schmecket und sehet, wie gut der Herr ist, wohl dem, der ihm vertraut.“ So sind wir dankbar, dass wir in aller Unterschiedlichkeit und Vielfalt in Jesus eins sind.


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