Portrait:

Familiengemeinschaft

Es ist gar nicht so einfach, uns nach 24 Jahren enger Beziehung zur Jesus-Bruderschaft als „Neue“ vorzustellen. Eine Kurzfassung könnte so lauten: Kommunitätskind, FSJ´ler in Gnadenthal, ehrenamtlich Mitarbeitende, der Verein®, Gnadenthaler Jugendgemeinschaft, Weggemeinschaft und nun Lebensgemeinschaft. Dankbar für Familie, Freunde, Heimat, Freizeiten, Erlebnisse und angenommen sein. Katholisch, evangelisch und ein bisschen auch freikirchlich geprägt. Man könnte sagen, wir stehen mitten im Leben. 2018 haben wir in Gnadenthal geheiratet und sind gemeinsam nach Bad Camberg, direkt gegenüber der Goss, gezogen. Studium, Arbeiten, Hausbau…

Da wir vermutlich vielen bekannt sind, möchten wir es wagen, einen tieferen Einblick in unser Leben in der Anwartschaft der Familiengemeinschaft der Jesus-Bruderschaft zu geben und ein paar zentrale Fragen zu teilen, die uns aktuell Bewegen:
Was ist gemeinschaftliches Leben in unserer heutigen Zeit eigentlich? Wonach sehnen wir uns? Was ist unsere Berufung bzw. unser Auftrag? Was ist Auftrag und Berufung der Jesus-Bruderschaft in der heutigen Zeit? Ist die Einheit der Christen wirklich noch das zentrale Thema? Wie gehen wir mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit um? Wie gehen wir mit dem „Erbe“ Jesus-Bruderschaft um, wie mit Erwartungen?
Viele Fragezeichen die uns antreiben und herausfordern, aber ehrlicherweise auch Ängste hervorrufen. Lange genug sind wir dabei, um zu wissen und auch erfahren zu haben, dass Leben in Gemeinschaft nicht immer eine heile Welt darstellt. Dennoch haben wir ein tiefes innerliches Ja gefunden und das Gefühl das hier aktuell unser Platz ist. Wir stecken voller Ideen, wollen bewahren aber auch aufbrechen und neues gestalten. Wollen in Gemeinschaft leben, Leben teilen und vor allem junge Menschen auf ihrem Weg begleiten und unterstützen. Dabei wollen wir uns aber auch nicht überfordern.

Vermutlich ist unser Hausbauprojekt in Gnadenthal aktuell eine gute Übung. Es gibt viele Ideen, Vorstellungen, Pläne und Vorfreude. Dann gibt es aber auch Ereignisse wie archäologische Funde, Baukostensteigerungen und unzuverlässige Handwerker, die bremsen und zurückwerfen. Es gilt immer wieder innezuhalten, zuzuhören, Pläne ggf. anzupassen und dabei den Blick fürs Große und Ganze und Gottes Führung bei jedem einzelnen Schritt nicht zu vergessen
Scheitern und Ängste gehören im Leben wohl dazu, aber was würde es alles nicht geben, wenn Menschen nicht immer wieder den Mut gehabt hätten sich zu wagen und im Vertrauen auf Gott zu handeln. Hier gibt uns unser Trauvers immer wieder neuen Mut: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ (2 Timotheus 1,7).

So wollen auch wir uns mit der Lebensgemeinschaft, unseren Familien und Freunden, wie auch den Freunden der Jesus-Bruderschaft mutig im Vertrauen in die Zukunft wagen und sind gespannt, wohin uns der gemeinsame Weg führt.


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